EXPERTEN-TIPPS zur erfolgreichen Planung und Vermessung von WLAN’s

14
August
2017

EXPERTEN-TIPPS zur erfolgreichen Planung und Vermessung von WLAN’s

EXPERTEN-TIPPS zur erfolgreichen Planung und Vermessung von WLAN’s

WLAN ist mittlerweile so selbstverständlich in der allgemeinen Gebäudevernetzung wie die Versorgung mit Strom. Doch worauf kommt es bei einer drahtlosen Vernetzung an?

Bei der Planung, beim Aufbau und dem Support von drahtlosen Netzwerken gilt es, verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Eine sorgfältige, qualitativ hochwertige Planung, inklusive einer Standortbegehung hilft schon bei kleineren Installationen, Probleme zu vermeiden. Bei größeren Projekten ist sie unerlässlich.

In sechs Schritten zur Perfektion

1. Vorplanung

  • Sichtung und Aufbereitung der Gebäude-/Geländepläne
  • Detaillierte Festlegung der Versorgungsbereiche (u.a. Treppenhäuser, Aufzugskabinen und Sanitärbereiche)
  • Bestimmung eines Anforderungsprofils (Signalstärke, SNR, Redundanz)
  • Kapazitätsprofil (Anzahl der WLAN Stationen)
  • Durch Ermittlung maximal möglicher Anzahlen von WLAN Stationen auf einer zu versorgenden Fläche kann der Planungshorizont auf einer universellen Datenverkabelung passenden Dauer erweitert werden (10 - 15 Jahre)

2. Simulation

  • Auf Basis des Geländeplans/Etagenplans ist ein Geländemodell und/oder Gebäudemodell zu erstellen
  • Das Modell berücksichtigt korrekte Abmessungen und die Dämpfungen von Wänden oder ganzen Dämpfungsbereichen
  • In das Modell werden manuell oder per Softwareunterstützung virtuelle WLAN AP inkl. interner oder externer Antennen positioniert
  • Die AP-/Antennenpositionen sind in 3D mit allen möglichen Freiheitsgraden (Montagehöhe, horizontale und vertikale Ausrichtung) zu positionieren
  • Mittels der errechneten Heatmaps wird überprüft, ob die festgelegten Anforderungs- und Kapazitätsprofile erfüllt werden können
  • Exakte Beschreibung der WLAN AP Montagepositionen

 

3. Standortbegehung / Funkausleuchtung / WLAN Site Survey

  • Dieser Planungsschritt ist nur ein Teilaspekt des WLAN Designprozesses. Er kann optional im fertigen bzw. weitgehend fertigen Gebäude bzw. Gelände zur Validierung der entsprechenden Modelle durchgeführt werden
  • Vermessene WLAN Zellen von temporär aufgestellten Referenz AP (Mobile Pack) auf Teilflächen der Versorgungsflächen können mit ihren simulierten Pendants auf möglichst exakte Übereinstimmung geprüft werden
  • Zur Versorgung der temporär aufgestellten Referenz AP verwendet man Stative und mobile Stromversorgungen wie das WLAN Mobile Pack
  • Abweichungen zwischen Modell und Realität werden in die Gelände und Gebäudemodelle eingearbeitet und die WLAN Planung ggf. korrigiert
  • Ergebnis ist die exakte Beschreibung der WLAN AP Montagepositionen


4. Installation der Access Points

  • WLAN AP werden entsprechend der Beschreibung aus der Planungsdokumentation vom WLAN Errichter exakt montiert und per universeller Datenverkabelung möglichst zukunftssicher (Gigabit-Ethernet) angeschlossen


5. WLAN Abnahmemessung

  • Mindestens eine komplette Vermessung der Versorgungsfläche nach der WLAN Installation
  • Folgende Fragen sind zu beantworten:
    • Exakte Lage der WLAN AP entsprechend der Planungsdokumentation
    • Einhaltung der Schwellwerte des Anforderungsprofiles - Empfangssignalsstärke (RSS 1.,2.,3. Signalstärke)
    • Rauschen / Noise - Signal-Rauschabstand (SNR)
    • - Aktiver Netzwerktest (PING, Durchsatztest)
    • - Komplettes Spektrogramm 2,4 und 5 GHz
  • Gibt es im Spektogramm Hinweise auf WLAN fremde Störquellen, können diese mit dem mobilen Spektrumanalyzer WiPry5 genau lokalisiert und dann eliminiert werden

 

6. Betrieb: Überwachung/Optimierung/ Steuerung

  • Die WLAN Abnahmemessung wird als Auditierung von Zeit zu Zeit auf der gesamten Versorgungsfläche oder auf Teilflächen wiederholt
  • Die neueren Vermessungen können mit der ersten Abnahmemessung verglichen werden